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Meeresfische

In den Weltmeeren tummeln sich allerhand bunte und kuriose Fische. Und obwohl die Meere so unvorstellbar groß sind, sind die Meere und ihre Bewohner zum Teil stark bedroht

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Meere in Gefahr

Eigentlich ist es unvorstellbar: Die Meere sind so riesengroß und dennoch sind sie mittlerweile durch den Menschen arg in Gefahr. Warum?

  • Ölbohrinseln und Tankunfälle bedrohen Meere, Meerestiere Wasservögel und sensible Küstenregionen mit giftigem Öl. Der stinkende und schmierige Ölfilm verklebt die Federn der Vögel, verätzt und vergiftet die Tiere der betroffenen Regionen wie jüngst, im April2010 bei der Explosion einer BP-Ölbohrinsel in den USA. Unvorstellbare Mengen giftigen Erdöls ergossen sich ins Wasser,zerstörten wertvolle Küstengebiete und brachten den Tod vieler Meerestiere.
  • Darfs ein Sackerl sein? Fast überall gibt es eine Plastiktüte dazu...und diese landet mit anderem Plastikmüll leider oft im Meer, wo schon ein riesiger Plastikteppich wabbert, viel größer als eine durchschnittliche Stadt. Tiere können sich in dem Müll verheddern oder ihn fressen und daran sterben.
  • Lärm in den Meeren von U-Booten und anderen Booten irritiert Wale, die werden dann unter Umständen orientierungslos, stranden an einer Küste und verenden.
  • Die Überfischung bringt nicht nur kleine Fischer in Not ondern ganze Fisch-Arten an den Rand der Ausrottung. Rücksichtslose Fischerei bedroht zudem Korallenriffe und andere Meeresbewohner, die als Beifang achtlos ins Meer geworfen werden (siehe "Überfischung"

Das Problem der Überfischung

Das Meer enthält unzählige Arten von Fischen und darunter auch viele köstliche Speisefische...oder besser gesagt, es enthielt.
Mit dem Hunger der Menschen auf Meeresfisch wurden die Fangmethoden der großen Fischerei-Konzerne immer gründlicher und leider auch brutaler. Mit schweren Schleppnetzen pflügen sie über den Boden und zerstören Korallengärten und andre wertvolle lebensräume.

Aber nicht nur das: In den ausgelegten Netzen oder meterlangen Fangleinein verfangen sich leider oft Wale, Delfine und Schildkröten. Diese müssen aber regelmäßig an die Oberfläche zum atmen. Jährlich sterben tausende Schildkröten und Meeressäuger so einen qualvollen Erstickungstod.

Es werden auch viel zu viele Fische gefischt. Mehr, als wieder geboren werden. Und zu kleine oder unbrauchbare Fische oder andereer toter Beifang wie etwa Delfine und Schildkröten, wird achtlos über Bord geworfen.

Viele beliebte Speisefische sind schon an den Rand der Ausrottung gedrängt worden, etwa der Blauflossen Thunfisch.

Aber es gibt Alternativen: Der Griff zu heimischen Fischen oder zu Fisch aus nachhaltigen Fangmethoden oder nachhaltiger Aquakultur hilft, die Bestände zu stabilisieren. Vernünftige Fischer fangen Fische in kleinerem Umfang, schonen Meeressäuger und Schidkröten und meiden Arten, die bereits bedroht sind.

Kurioses aus dem Reich der Fische

Der Kugelfisch ist ein seltsamer Geselle. Bei Gefahr preßt er Wasser in seinen Magen. Er bläht sich auf wie eine Wasserbombe, um größer und bedrohlicher zu erscheinen.
Clownfische leben in tropischen Korallenriffen in Symbiose mit Seeanemonen. Diese schützen die Clownfische mit ihren nesselnden Tentakeln vor Fressfeinden. Auch die Clownfische schützen ihre Symbiosepartner vor Fressfeinden , z. B. Falter- oder Feilenfische. Sie selbst ernähren sich von Zooplankton – Ausscheidungen können der Seeanemone zugute kommen. Vor den Nesselzellen der Anemone schützt sie eine Schleimschicht.
Haie gibt es seit über 400 Millionen Jahren auf der Welt. 150 Millionen Jahre bevor die ersten Dinossaurier auftauchten schwammen schon Urhaie in den Meeren herum. Haie sind recht ursprüngliche Fische. Sie besitzen ein Knorpelskelett und haben Kiemenspalten statt durch einen Kiemendeckel geschützte Kiemen. Trotzdem sind Haie keineswegs primitiv. Sie haben hochsensible Sinne, eine super-stromlinienförmige Form, was sie zu sehr schnellen Schwimmern macht.Für Menschen sind Haie weitaus weniger gefährlich, als oft berichtet wird. Zwischenfälle zwischen Mensch und Hai sind sehr selten. Vielmehr ist der Mensch eine große Gefahr für die Haie.
In der Tiefsee ist es stockfinster. Kein Tageslicht dringt mehr zu den Wesen vor, die sich dort räuberisch ernähren, oder von dem leben, was von weiter oben runterkommt. Die Natur hat bizarre Lebewesen hervorgebracht. Tiere mit extrem großen Augen, die auch dann noch sehen, wenn wir nur noch schwarz sehen. Fische mit Mäulern, doppelt so groß wie ihr Körper oder Zähnen, die so lang und spitz sind, dass sie ihr Maul nicht mehr zumachen können. Einer der bizarrsten Tiefseebewohner ist der Anglerfisch. Er lockt Beutetiere mit einer leuchtenden Anglerrute an, lauert und packt dann zu. Besonders merkwürdig ist seine Fortpflanzung: Sobald ein Männchen ein Geschlechtspartner findet, beisst sich das Männchen der meisten Arten an das Weibchen fest. Der Kiefer des Männchens bildet sich zurück und die Haut beider Tiere verbinden sich, das Männchen reduziert alle Organe. Die Kiemenatmung bleibt ihm noch, aber er ernährt sich vollständig über ihren Blutkreislauf, die Ernährung des Männchens erfolgt nun nur noch über das Weibchen ! Seine einzige Funktion bleibt das Samenspenden. Das Weibchen trägt ein oder mehrere Männchen als regelrechte Parasiten lebenslang mit sich herum. Diese lösen sich nicht mehr bis zu ihrem Tod.

Fischige Rekorde

Schnellster Fisch Größter Fisch Ältester Fisch Älteste Fischart
Der Indopazifische Fächerfischist der schnellste Fisch der Welt! Er erreicht eine Geschwindigkeit von 109,7 km/h! Der Walhai ist der größte Fisch der Welt! Das längste gemessene Exemplar war 13,7 m lang. Walhaie können ein Gewicht von über 12 Tonnen erreichen. Sie sind trotz ihrer beachtlichen Größe für den Menschen absolut ungefährlich. Walhaie ernähren sich von Plankton und anderen Kleinstlebewesen, sowie Fischen bis zur Größe von Makrelen und kleinen Thunfischen, die sie aus dem Wasser filtern. Fische bis zur Größe von Makrelen und kleinen Thunfischen[2 Der Granatbarsch lebt in tiefem, kaltem Wasser und hat aufgrund dieser extremen Lebensbedingungen einen sehr langsamen Stoffwechsel. Der älteste Granatbarsch, der jemals gefangen wurde, war 149 Jahre alt. Da diese Tiere erst mit etwa 30 Jahren geschlechtsreif werden, dauert es sehr lange, bis sich die Population nach übermäßiger Befischung wieder erholen kann, wodurch der weltweite Bestand schon stark dezimiert wurde. Die ältesten fossilen Funde des Quastenflossers sind 409 Millionen Jahre alt. Das heißt, 150 Millionen Jahre, bevor die ersten Dinosaurier die Welt bevölkerten, tummelten sich schon Quastenflosser in den Meeren. Lange glaubte man, der Quastenflosser wäre mit den Dinosauriern ausgestorben, weil man keine "jüngeren" Fossilien mehr fand. Der Qustenflosser gilt als lebendes Fossil.