Krebstiere und Insekten
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Krebsstiere, Spinnentiere und Insekten

Krebse, Spinnen und Insekten gehören zum Stamm der Gliederfüßer. Während Insekten auf sechs Beinen durch die Welt laufen, tun Spinnen dies mit acht und Krebse sogar mit bis zu zehn Beinen!

Insekten finden sich mit Ausnahme der Ozeane in fast allen Lebensräumen. 80% aller bekannten Tierarten sind Insekten, das sind etwa eine Million Arten.

Krebse sind bis auf wenige Ausnahmen im Wasser zu finden, dabei haben sie alle Lebensräume des Meeres und des Süßwassers besiedelt. Unter den Krebsen gibt es auch einige Arten, die an Land leben können, wie etwa die Palmendiebe unter den Einsiedlerkrebsen oder die Strandkrabben. Diese Arten sind jedoch zumindest für die Entwicklung noch immer abhängig vom Wasser. Die einzigen, die auch dauerhaft an Land leben können, sind die Landasseln, die tatsächlich Krebstiere sind, obwohl sie auf den ersten Blick gar nicht so aussehen.

Webspinnen (z.B. auch die Kreuzspinnen) mit Ausnahme der Wasserspinne und auch die Skorpione sind Landtiere. Die Größe der Spinnentiere reicht von mikroskopisch kleinen Milben bis zu mehr als handteller großen Vogelspinnen. In Laos wurden sogar Spinnen mit einer Beinspanne von bis zu 40cm entdeckt!

Die oft als Seespinnen bezeichneten Dreieckskrabben gehören trotz ihres Namens nicht zu den Spinnentieren, sondern zu den Krebstieren. Vielleicht ordnete man sie früher aufgrund ihrer oft sehr langen Beine den Spinnen zu: Die Japanische Riesenkrabbe etwa, die größte Seespinne, erreicht eine Beinlänge von bis zu 3m!

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Insekten

Viele Insekten können sich nur im Wasser fortpflanzen. Sie legen ihre Eier im oder in der Nähe des Wassers ab. Aus ihnen entwickeln sich dann Larven, die oftmals völlig anders aussehen als die fertigen Insekten.
Viele Insekten verbringen einen Großteil ihres Lebens im Wasser, z.B. die Rückenschwimmer: Obwohl Rückenschimmer wie Käfer aussehen, sind sie doch keine Käfer, sondern Wanzen, die auch recht gut fliegen können. Sie fressen kleinere Wassertiere, die sie mit ihrem Stachel töten.

Spinnentiere

Es gibt Süßwassermilben in verschiedenen Farben. Diese rote Milbe wird bis über 4 mm groß und bewegt sich mit ihren vier Laufbeinen mit großer Geschwindigkeit durch das Wasser.
Die Wasserspinne (Argyroneta aquatica) oder auch Silberspinne ist die einzige Spinnenart, die nicht an Land, sondern unter Wasser lebt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Britischen Inseln im Westen bis nach Japan im Osten. Die Tiere bevorzugen saubere Seen oder langsam fließende Gewässer. Da viele Gewässer verschmutzt sind, ist die Wasserspinne bereits sehr selten und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Krebstiere

Die Bandbreite der Krebstiere ist recht groß und reicht von den landlebenden Asseln über winzig kleine Wasserflöhe und urtümlichen Urzeitkrebsen bis hin zu den riesigen Seespinnen.

Die Asseln gehören zur Klasse der Höheren Krebse (Malacostraca). Asseln sind 3 mm bis 45 mm groß. Die meisten Asseln sind Pflanzenfresser.Der Körper der Asseln ist vom Rücken zum Bauch abgeplattet. Sie haben sieben Beinpaare. Die Kiemen sitzen an den hinteren Beinen. Auch haben die Asseln Lungen, die allerdings nur ca. 5 Prozent der Sauerstoffzufuhr bringen. Der ursprüngliche Lebensraum der Asseln ist das Meer. Sie sind aber auch im Süßwasser zu finden. Die Landasseln haben das Wasser verlassen, aber ihre Kiemenatmung beibehalten. Die Jungen entwickeln sich direkt aus Eiern in einer Bruttasche unter dem Körper der Weibchen. Ein Weibchen kann im Jahr bis zu 100 Jungtiere haben. Da die Asseln ihre zarten Kiemenanhänge ständig feucht halten müssen, bevorzugen sie feuchte Habitate, können aber auch im Trockenen gefunden werden. So findet man die Mauerassel (Oniscus asellus) im Falllaub, unter Baumstümpfen und unter Steinen. Mit ihren Mundwerkzeugen (Mandibeln) können sie Falllaub und Totholz anfressen.
Wasserflöhe im weiteren Sinne ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Reihe von Kleinkrebsen aus verschiedenen Familien und Gattungen der Krebstiere, die zum Zooplankton des Süßwassers gehören. Die Bezeichnung bezieht sich auf die Fortbewegungsweise der Tiere im Wasser. Durch stoßweises rudern mit ihren Antennen entsteht der Eindruck eines flohähnlichen Hüpfens.
Als Wasserfloh im engeren Sinne wird die Gattung Daphnia bezeichnet. Der Riesen-Wasserfloh (Daphnia magna)wird für Wassergütetests verwendet.
Krabben,auch echte Krabben oder Kurzschwanzkrebse genannt,gehören mit ca. 6800 Arten zur Ordnug der Zehnfußkrebse. Die meisten Arten leben im Meer, einige aber auch im Süßwasser oder an Land. Krabben haben einen zu einer kurzen Schwanzplatte umgebildeten Hinterleib, der umgeklappt unter dem Kopfbruststück (Kopf und Brust sind verwachsen) liegt. Der Zwischenraum dient bei den Weibchen als Brutraum. Das erste Beinpaar des Rumpfes ist zu großen Scheren umgebildet, die Augen sitzen auf Stielen. Krabben können bemerkenswert schnell seitwärts laufen.
Einige Krabbenarten gelten als Delikatesse, vor allem Taschenkrebse, Tiefseekrabben und die japanischen Riesenkrabben.
Seespinnen (auch Dreieckskrabben)sind keine Spinnen, wie ihr Name vermuten läßt, sondern Krabben. Sie umfassen etwa 700 Arten, die alle im Meer leben. Ihr Rückenpanzer ist länger als breit und vorn zugespitzt und sieht daher von oben oft dreieckig aus, woraus sich der zweite Name "Dreieckskrabben" ergibt. Die Beine und Scherenfüße sind spinnenartig lang (dher der Name "Seespinne"). Körper und Beine sind mit hakenartigen Borsten besetzt, an denen die Tiere Algen und andere Fremdkörper zur Tarnung befestigen. Bei erwachsenen Tieren, die sich nicht mehr häuten, wachsen zudem oft Schwämme und Algen auf dem Körper, die sich das Tier zur Tarnung selbst aufsetzt. Die Männchen haben viel größere Scheren als die Weibchen. Die meisten Arten sind langsame Allesfresser, die sich von Algen, Tieren, Aas und gelegentlich von dem eigenen Tarnungsmaterial ernähren. Die Japanische Riesenkrabbe, die größte lebende Krebsart, ist mit durchschnittlichen Beinspannen von 3 Metern ein richtiger Riese. Die kleinste Seespinne ist die Kleine Gespensterkrabbe aus dem Atlantik.
Als Urzeitkrebse werden Vertreter verschiedener Gattungen von Kiemenfußkrebsen bezeichnet. Am bekanntesten ist vielleicht die Gattung Triops, die von vielen Kindern gerne im Aqurium gezüchtet wird;
Die Gattung Triops gehört innerhalb der Klasse der Kiemenfußkrebse zur Ordnung der Rückenschaler. Der Triops (Triops kommt aus dem Grichischen und bedeutet "der Dreiäugige") ist ein lebendes Fossil. Triops cancriformis gilt als die älteste bekannte noch lebende Tierart der Welt, es gibt 220 Millionen Jahre alte Triops-Fossilien! Weitgehend unverändert hat Triops cancriformis bis in die Gegenwart überdauert.
Zu denEinsiedlerkrebsen zählen vier Familien. Sie haben ihren Namen, weil sie, so wie der griechische Philosoph Diogenes in einem Weinfass lebte, in Schneckenhäusern oder ähnlichen hohlen Gegenständen leben. Dieses Verhalten ist für sie lebensnotwendig, da ihr Hinterleib weich und ungeschützt ist und Fressfeinden als Angriffspunkt dienen kann. Im Laufe des Wachstums benötigen sie immer größere Schneckenhäuser. Daher ziehen die Krebse immer wieder um.
Einsiedlerkrebse gehören zu den Zehnfußkrebsen, sie besitzen daher fünf Gliedmaßenpaare, ein Paar Scherenbeine, zwei Paar Laufbeine, die aus dem Schneckenhaus ragen und 2 Paar kleinere, verkümmerte Beine mit denen sie das Schneckenhaus festhalten.
Die Land-Einsiedlerkrebse, bekannt ist beispielsweise der Palmendieb, verbringen ihr ganzes Leben außer dem Larvenstadium an Land. Ins Wasser gehen sie nur um ihre Kiemenkammern mit Wasser zu füllen und um die Larven nach dem Schlüpfen dorthin zu entlassen.
Flusskrebse gehören zu den Höheren Krebsen. Zur Familie er Flusskrebse gehört unter anderem der Edelkrebs, der auch als europäischer Flusskrebs bekannt ist. Alle Arten zeichnen sich durch eine ähnliche Gliederung des Körpers in Kopf-Brust-Bereich und gegliedertem Hinterleib aus. Beides wird von einem dicken Panzer bedeckt. Am Vorderkörper sitzen fünf Beinpaare, wobei das vorderste Beinpaar zu großen Scheren umgebildet worden ist. Die restlichen Gliedmaße dienen als Laufbeine, an denen außerdem Kiemen hängen, mit denen der Flusskrebs atmet. Flusskrebse packen Beutetiere mit ihren großen Scheren. Die kleineren Scheren des zweiten und dritten Laufbeinpaares zerteilen die Beute und führen sie zum Mund.
Flusskrebse sind Allesfresser: Sie fangen Wasserinsekten, Würmer, Molche, Frösche, Schnecken, Muscheln und Fische, sofern sie zu erbeuten sind. Leichter als gesunde Tiere sind etwa kranke Fische und Aas zu bekommen, die deshalb häufiger auf dem Speiseplan der Flusskrebse stehen. Flusskrebse scheuen auch nicht davor zurück, durch Häutung vorübergehend schutzlos gewordene Artgenossen zu verspeisen. Aber auch Wasserpflanzen, Herbstlaub, Algen und modriges Holz verspeisen sie gerne.