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Wale und Delfine

Wale und Delfine sind Säugetiere. Sie atmen Luft mit Lungen, so wie alle Säugetiere, bringen ohre Jungen lebend zur Welt und säugen ihre Jungen mit einer sehr fetten Muttermilch. Wenn manche Menschen zum Wal Walfisch sagen, so ist dies komplett falsch! Wale sind keine Fische, sondern, wie bereits erwähnt, Säugeiere!

Es gibt riesige Wale mit einer Länge bis zu 30 m- wie der Blauwal, aber auch kleinere, wie die klugen Delfine. Manche Wale filtern kleinste Nahrungspartikel aus dem Wasser, während andere Fische oder andere Tiere jagen.
Manche Wale wandern quer über die halbe Welt von den Polen zum Aquator, während andere kleine Gebiete durchwandern oder sogar in Flüssen heimisch sind, wie die seltenen Flussdelfine.

Die meisten Wale sind äußerst gesellige Tiere mit einem hoch entwickelten Sozialverhalten. Die Walgruppen (man nenn diese Gruppen "Schulen") bestehen dabei meistens aus 10 bis 50 Tieren, zu bestimmten Gelegenheiten (bei Massenauftreten von Nahrung oder zur Paarungszeit) können die Gruppen jedoch auch weit über 1.000 Tiere umfassen. Manchmal tun sich auch verschiedene Walarten zusammen.

Nur wenige Walarten sind einzelgängerisch, wie z.B. der Blauwal, der alleine oder in Mutter-Kind-Gruppen oder bestenfalls in losen Verbänden bei der gemeinsamen Wanderung anzutreffen ist. Die einzelnen Schulen haben eine feste Hierarchie. Die Positionen werden dabei durch Beißen, Schieben oder Rammen bestimmt.

Im Normalfall aber ist der Umgang der Tiere miteinander sehr friedlich und freundlich. Kontaktschwimmen, gegenseitiges Streicheln und Stupsen festigen die Beziehungen der Tiere untereinander. Ebenfalls bekannt sind die spielerischen Verhaltensweisen der Tiere, die sich in Luftsprüngen, Saltos, Wellenreiten oder Flossenschlagen äußern und auch bei ausgewachsenen Tieren vorkommen. Zur Kommunikation untereinander geben die männlichen Tiere gesangsähnliche Töne und Melodien ab (Walgesang), die über hunderte Kilometer im Wasser zu hören sind. Die Wale jagen auch in der Gruppe, wobei sie sich häufig mit anderen Tierarten zusammentun. So findet man viele Delfinarten gemeinsam mit großen Thunfischen auf Jagdzügen, die großen Fischschwärmen folgen.

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Kleines Wal Wörterbuch

Wenn sich Walexperten- und Expertinnen unterhalten sprechen sie von der Fluke, der Finne oder auch der Blubber.
???Wie bitte??? Was bedeutet das?

Fluke Finne Flipper Blubber Blas Melone
Die Fluke ist die Schwanzflosse der Wale. Im Gegensatz zur Schwanzflosse der Fische ist die der Wale horizontal zum Körper ausgerichtet und wird nur von Bindegewebe in Form gehalten, beinhaltet also keine Knochen, die Wirbelsäule endet im Flukenstiel. Als Finne ist die Rückenflosse der Haie und Wale. Sie hat eine äußerst charakteristische dreieckige Form und dient in erster Linie der Stabilisierung der Bewegungen. Die Finne ist ein wichtiges Identifikationsmerkmal, da sich anhand von Position und Größe, Form und Farbe die Art des Hais bzw. Wals bestimmen lässt. Darüber hinaus lassen sich anhand der Finnen auch einzelne Individuen der gleichen Art unterscheiden.
Die Rückenflossen von Walen und Haien sind sehr ähnlich, dass ist deshlb, weil beide unter sehr ähnlichen Lebensbedingungen leben.
Brustflosse bei Walen und Meeresschildkröten Als Blubber (Walspeck, Fischtran) wird die mehrere Zentimeter dicke Fettschicht von Walen und Robben bezeichnet. Da Wale im Gegensatz zu anderen Säugetieren kein Fell besitzen, das sie warm hält, benötigen sie eine dicke Schicht aus fetthaltigem Gewebe, um sich vor einer Unterkühlung zu schützen. Bei Arten, die in kalten Gewässern leben, kann diese Schicht mehr als 50 cm dick werden. Als Blasloch bezeichnet man bei Walen das Gegenstück zu den Nasenlöchern anderer Tiere. Sie dienen dem Tier zur Atmung. Die Wale stoßen die komprimierte Atemluft durch das Blasloch aus, wobei der Atem kondensiert und bei größeren Walen eine Wolke bildet, durch die sich sogar einzelne Arten unterscheiden lassen. Bartenwale besitzen zwei, Zahnwale ein Blasloch.
Der Blas ist die nach dem Tauchvorgang ausgeatmete Atemluft von Walen. Die Luft wird mit hohem Druck ausgestoßen und ist mit Feuchtigkeit gesättigt. Wenn sie das Blasloch verlassen hat, entspannt sie sich, wobei durch den geringeren Druck und die niedrigere Außentemperatur die Feuchtigkeit der Atemluft kondensiert und als Nebelfontäne sichtbar wird. Der Blas ist also keine Wasserfontäne wie beim Springbrunnen, wie es auf alten Zeichnungen der Seefahrer oft gezeigt wird. Oft kann man die Anwesenheit von Walen als erstes durch den Blas erkennen.
Die Melone ist ein Organ aus Fett und Bindegewebe bei verschiedenen Zahnwalen, das direkt unterhalb des Blaslochs sitzt. In dem Organ befindet sich eine wachsartige Flüssigkeit - das Walrat. Die Melone ist nicht bei allen Arten gleich ausgebildet ist und beim Pottwal findet sich eine außergewöhnliche Form dieses Organs

Welche Wale und Delfine gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man bei den Walen die beiden Unterordnungen

  • Zahnwale
  • und
  • Bartenwale

Bartenwale haben keine Zähne, dafür kammartige, an den Enden auffgefaserte Hornplatten (die "Barten"), mit denen sie Kleintiere wie Plankton aus dem Meerwasser filtern, indem sie eine große Menge Meerwasser ins Maul nehmen und es durch die Barten auspressen. Beim Grönlandwal können die Barten über 4 Meter lang werden. Zu dieser Gruppe gehören die größten lebenden Tiere.

Der bekannteste Vertreter der Bartenwale ist der riesige Blauwal, der sich trotz seiner enormen Größe nur von winzigen Plankton ernährt.

Zahnwale, zu denen auch die Delfine zählen, haben eine Reihe kegelförmiger Zähne, in beiden Kiefern (z.B. Delfine) oder nur im Unterkiefer, beispielsweise beim Pottwal. Zahnwale zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, ihre Umgebung mittels Echoortung wahrzunehmen. Ählich wie Fledermäuse mittels Ultraschallwellen ihre Beute-Insekten in der dunklen Nacht aufspüren können, sind die Zahnwale Dank dieser Fähigkeit in der Lage, sich mittels Echo im Gelände zu orientieren-ein Vorteil für Tiere, die wie der Pottwal in große Tiefen tauchen, in denen kaum mehr Licht vordringt.


Zahnwale

DELFIN

Delfine sind meist zwischen eineinhalb und vier Meter lang, der Große Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar acht Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an die hohen Schwimmgeschwindigkeiten angepasst ist. Das Gehirn der Delfine ist groß und für viele Zoologen zählen sie zu den intelligentesten Tieren der Welt.

Delfine sind schnelle Schwimmer, sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde. Oft springen sie aus dem Wasser und zeigen akrobatische Figuren. Manchmal nähern sie sich auch Schiffen, um auf den Wellen zu reiten. Auf der Jagd können sie bis zu 300 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen.
Delfine sind soziale Tiere, die in Gruppen zusammenleben. Diese Delfinschulen können sich an Stellen mit viel Nahrung vorübergehend zu Ansammlungen von über 1000 Tieren zusammenschließen. Die Individuen verständigen sich mit Klicklauten, Pfeifen, Schnattern und anderen Geräuschen untereinander. Sie kommunizieren aber auch durch Körperkontakt mit ihren Artgenossen. Durch hochfrequente Töne sind sie zudem in der Lage, ihre Umwelt mittels Echolokation wahrzunehmen. Delfine können starke Bindungen untereinander entwickeln, was sich besonders in der Unterstützung für verletzte oder kranke Artgenossen äußert. Delfine bringen stets nur ein Junges zur Welt. Die Kälber bleiben bis zu sechs Jahren bei ihren Muttertieren.
Große Tümmler können sich mittels persönlicher Pfeiflaute erkkennen. Damit geben sich die Tiere nicht nur individuell zu erkennen, sondern werden von Mitgliedern ihrer Gruppe mit diesem Pfeiflaut „angerufen“ und antworten auch darauf. Dieser Laut wird daher wie ein Name verwendet, ein bis heute einzigartiges Phänomen im Tierreich

SCHWERTWAL
Männliche Orcas können bis zu acht Meter lang und bis zu neun Tonnen schwer werden. Weibliche Orcas sind mit bis zu deutlich kleiner. Die Orcas sind die größten Delfine. Der Name „Schwertwal“ kommt von der mächtigen Rückenflosse, die beim Männchen bis zu 1,8 Meter lang wird.

Orcas sind weltweit anzutreffen, kommen aber in arktischen und antarktischen Gewässern am häufigsten vor. In gemäßigten Meeren sind sie seltener zu finden und in den Tropen Ausnahmeerscheinungen. Bevorzugt werden küstennahe Gewässer und Buchten. Schwertwale bewohnen auch europäische Atlantikküsten, insbesondere die heringreichen Gewässer um Island und vor Norwegen.

Der Orca kann bis zu 15 Minuten lang tauchen und schwimmt bis zu 55 km/h schnell, er ist damit das schnellste bekannte Meeressäugetier. Ein weiblicher Orca wird im Durchschnitt etwa 50 Jahre alt, kann aber auch ein Alter von 80 oder mehr Jahren erreichen. Männchen haben eine geringere Lebenserwartung von etwa 30 Jahren. Die Orcas leben in Schulen, die von einem älteren Weibchen angeführt werden. Die Jungen bleiben ein Leben lang bei ihrer Familie, sowohl die Männchen als auch die Weibchen.

Der Schwertwal ist auch unter dem namen "Killerwal bekannt. Namen wie "Killerwal" oder "Mörderwal" zeigen, dass menschliche Beobachter lange Zeit keine hohe Meinung von diesen Walen hatten. Beobachtungen von – aus menschlicher Sicht – brutalen Angriffen auf Delfine, Seehunde und Pinguine haben zu diesem Namen geführt. In der freien Wildbahn ist allerdings nicht ein einziger Fall eines Orca-Angriffs auf Menschen dokumentiert. Der US-amerikanische Film Free Willy mit dem darin vorkommenden Orca Keiko und die Entdeckung des Orcas durch die Plüschtier-Industrie haben ihm in jüngerer Zeit das Image eines liebevollen Menschenfreundes verliehen. Die Wahrheit liegt wohl zwischen den beiden Extremen.
In Freizeitparks gab es leider schon mehrere tödliche Zwischenfällen mit Orcas. So tötete der Orca Tilikum im Februar 2010 eine Trainerin bei den Vorbereitungen zu einer Orca-Show im SeaWorld Orlando.

POTTWAL

Pottwalbullen erreichen Längen von 18 Metern und Gewichte von 50 Tonnen, einzelne Tiere können aber vermutlich noch größer werden bis zu 20m Länge und bis zu 100 Tonnen Gewicht! Pottwale sind die größten Zahnwale und auch die größten bezahnten Tiere der Erde. Kennzeichnend für die Art ist der enorme, fast quadratische Kopf; Pottwale haben bis über 20 cm lange Zähne im Unterkiefer. Im Oberkiefer haben die Tiere normalerweise keine Zähne, sondern entsprechende Aushöhlungen, in die die Zähne des Unterkiefers einrasten können.

Der Pottwal hat kurze, stummelartige Brustflossen (Flipper). Das Gehirn wiegt bis zu 9,5 kg und ist damit das größte Gehirn im gesamten Tierreich.

Um sich oder jüngere Tiere vor eventuellen Feinden zu schützen, schwimmen die Pottwale in einer speziellen Formation, die Margaritenblüte genannt wird.

Der riesige Kopf eines Pottwals wird zu sehr großen Teilen von einem speziellen Organ ausgefüllt. Dieses Organ ist vollständig mit Walrat gefüllt und dient unter anderem als Tauchhilfe.

Pottwale haben ein Repertoire verschiedener Klicklaute. Die Klicklaute dienen der Echoortung und der Kommunikation. Die Lautgebungen eines Pottwals haben wenig mit den Gesängen der Bartenwale gemein. Es handelt sich vielmehr um eine Folge von Klicklauten, die tiefer klingen als die der Delfine.

Der Pottwal kommt in allen Ozeanen vor. Er ist am häufigsten in den Tropen und Subtropen zu finden, manchmal trifft man Pottwale aber selbst noch in den Polargebieten an.
Tauchtiefen von 350 m werden offenbar regelmäßig überschritten; dabei tauchen Männchen im Schnitt tiefer als Weibchen. Die Dauer eines Tauchgangs kann 20 bis 80 Minuten betragen. Manche Männchen stoßen bis in extreme Tiefen über 1000 m vor;manche Forscher vermuten allerdings daß manche Tiere bis zu 3000m Tiefe tauchen.
Wie können Pottwale eine Stunde und mehr die Luft anhalten und in die Tiefe tauchen?

  • Sie schränken ihren Stoffwechsel bis auf ein Minimum ein: lediglich die lebenswichtigsten Organe, also Herz, Gehirn und Rückenmark werden durchblutet
  • ie können in ihrem Blut und in ihren Muskeln einen großen Sauerstoffvorrat speichern
  • Ihr Blut hat außerdem um 50 % mehr rote Blutkörperchen (zum Sauerstofftransport im Blut)als Menschen.
  • Während des Tauchvorgangs schlägt ihr Herz nur noch halb so schnell wie an der Oberfläche
.

Auf ihren Wanderungen erreichen Pottwale Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h.
Pottwalhaut ist oft mit Narben von Tintenfischsaugnäpfen übersät- ein Hinweis auf eine ihrer vevorzugten Beutetiere: Kalamare und auch die Riesenkalamare. Neben Tintenfischen ernähren sich Pottwale zu einem geringen Anteil auch von Fischen, teilweise sogar von größeren Krebsen

Weibliche Pottwale bilden soziale Verbände mit ihren Jungen. Sie leben in Gruppen von etwa fünfzehn bis hundert Tieren; Geschlechtsreife Männchen verlassen den Verband und schließen sich ihrerseits zu Gruppen zusammen. Nur alte Männchen aber sind allein unterwegs. Die Weibchen bringen etwa alle vier bis sechs Jahre nach einer Tragezeit von über 12 Monaten ein Junges zur Welt, das 4 m lang ist und eine Tonne wiegt. Wie alle Zahnwale werden Pottwalbabys mit dem Schwanz zuerst geboren. Die Mutter spritzt dem Jungen die Milch aus den Zitzen unter hohem Druck direkt ins Maul, da Pottwale keine Lippen haben. Das Waljunge wird ein bis zwei Jahre gesäugt, bevor es selbständig fressen kann.
Die Lebenserwartung von Pottwalen wird auf 75 Jahre geschätzt.


Bartenwale

Bartenwale haben keine Zähne, dafür kammartige, an den Enden auffgefaserte Hornplatten (die "Barten"), mit denen sie Kleintiere wie Plankton aus dem Meerwasser filtern, indem sie eine große Menge Meerwasser ins Maul nehmen und es durch die Barten auspressen. Beim Grönlandwal können die Barten über 4 Meter lang werden. Zu dieser Gruppe gehören die größten lebenden Tiere.

Der bekannteste Vertreter der Bartenwale ist der riesige Blauwal, der sich trotz seiner enormen Größe nur von winzigen Plankton ernährt.

Der Blauwal ist bis zu 33,5 Meter lang und mit einer Körpermasse von bis zu 200 Tonnen das größte und schwerste bekannte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat.

Der Blauwal kommt in allen Weltmeeren vor, wobei er jährlich von den tropischen Meeren am Äquator zuden Polaren wandert. In den warmen Meeren kommen die Jungen zur Welt. Da die erwachsenen Tiere aber in diesen Meeren keine oder kaum Nahrung finden, müssen die Wale zu den Polarmeeren wandern, wo sie den Sommer verbringen und reichlich Nahrung vorfinden. In den Polarmeeren fressen die Wale hauptsächlich Krill, kleine krebschen, und davon unvorstellbare Mengen. Sie fressen sich eine dicke fettschicht an und fressen die restliche Zeit des Jahres fast nichts mehr: In den Sommermonaten vertilgt ein Blauwal etwa 40 Millionen Kleinkrebse pro Tag mit einem Gesamtgewicht von dreieinhalb Tonnen. In den Wintermonaten frisst er gar nicht und lebt von seinen Fettreserven.


Verbreitung

Wale sind vor allem Meerestiere und in allen Meeren der Welt anzutreffen. Einige Arten schwimmen dabei auch in die Flussdelta und sogar bis in die Flüsse hinein. Nur wenige Arten leben dagegen ausschließlich im Süßwasser, dabei handelt es sich um vier Flussdelfin- Arten. Während viele marine Arten der Wale wie etwa der Blauwal, der Buckelwal und auch der Große Schwertwal ein Verbreitungsgebiet haben, das fast alle Meere umfasst, gibt es auch einzelne Arten, die nur lokal (in einem begenzten Gebiet) vorkommen, z.B. Kalifornische Schweinswal in einem kleinen Teil des Golfs von Kalifornien.
In den Meeren gibt es sowohl Arten, die die tieferen Meeresgebiete bevorzugen als auch Arten, die häufig oder ausschließlich in Küstennähe und Flachwasserbereichen leben.

In europäischen Gewässern konnten insgesamt 32 Walarten nachgewiesen werden. Darunter 25 Arten, die zu den Zahnwalen und sieben, die zu den Bartenwalen gehören.


Vom landlebenden Urwal zum Meeresbewohner

Vor etwa 50 Millionen jahren waren die Vorfahren der Wale etwa woflsgroß und flusspferdähnlich. Die Flusspferde sind auch jene Tiere, mit denen die Wale am nöhestern verwandt sind. Diese "Urwale" lebteb an Küsten und ernährten sich räuberisch. Der Weg vom Land ins Meer erfolgte langsam und die Tiere paßten sich ihrer Umgebung immer besser an.

  • Die Hinterbeine verkümmerten immer mehr-heute haben Wale keine Hinterbeine mehr
  • Das Becken verkümmerte
  • Die Vorderbeine wurden zu Flossen
  • Die Nasenlöcher wanderten nach oben- und wurden zum Blas
  • Sie entwickelten eine Schwanzflosse- die Fluke

So wurde aus einem auf allen Viern laufendem Tier ein wie eine Robbe robbendes Tier und schließlich erste echte, im Meer schwimmwnde Wale. Die ältesten fossilen Ware sind 40 Millionen Jahre alt.

Wale und der Mensch

Wale und Menschen verbindet sehr viel. War es früher lebengefährlich, auf kleinen wackeligen Walfangbooten auf Waljagt zu gehen, so ist heute nur noch der Wal gefährdet. Manche Völker im hohnen Norden, etwa die Inuit, leben zu einem Großteil von Walen. In Gegenden, in denen Ackerbau aus klimatischen Gründen unmöglih ist, lebten und leben die nomadischen Völker als Jäger und Sammler. Dabei wurden und werden praktisch alle Teile des Wals verwertet.
Heute hat sich die Lage für die Wale und Delfine dramatisch verschlechtert. Walfang mit immer brutaleren und effizienteren Methoden hat die meisten Wale stark dezimiert und viele Wale stehen auf der roten Liste für gefährdete Tiere. Noch mehr als die jagt macht vielen Walen der kommerzielle Fischfang zu schaffen: Unzählige Delfine verheddern sich Langleinen und Schleppnetzen und verenden qulvoll als Beifang

Arg schlimm steht es um die Flussdelfine: Flu?verbauung, Kraftwerksprojekte, Wasserverschmutzung, Jagt, Fischerei und die Motoren der Schiffe stören sie und so ist der chinesissche Flussdelfing seit ca. 4 Jahren ausgestorben und der Gangesdelfin möglicherweise auch. Der Amazonasdelfin ist ebenfalls sehr stark gefährdet, erholt sich momentan aber etwas.

Viele Wale werden durch Echolaute und Motorengeräusche im Meer irritiert. Sie verlieren die Orientierung, stranden und müssen sterben, da sie rasch vertrocknen oder an ihrem eigenen Gewicht an Land (ohne Auftrieb des Wassers) ersticken.

Delfine werden zudem oft in Delfinarien gehalten. Besonders Orca können in Gefangenschaft dabei depressiv werden und in Folge aggressiv gegen sich selbst, Artgenossen oder auch Menschen. Gefährliche Attacken auf Trainer oder Trainerinnen können die Folge von in Gefangenschaft trauernden Schwertwalen sein.

Kleinere Delfine werden oft trainiert und für viele Aufgaben eingesetzt:

  • Als Therapietier für schwer kranke und behinderte Menschen
  • Als Minensucher unter Wasser
  • Als Spione beim Militär, um etwa ein Päckchen zu einen bestimmten Stützpunkt zu bringen, ohne vom Feind bemerkt zu werden.

Die Gesänge der Buckelwale hielten Seeleute in alten Zeiten für die Gesänge von Meerjunfrauen, um die sich allerhand Sagen rankten, auch die, dass Seeahrer, welche die Meerjungfrauen zu Gesicht bekämen für immer unter Wasser gefangen gehalten würden.


Erstaunliches und Rekorde

Größe Die größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben, gehören zu den Walen: Der Blauwal ist mit einer Körperlänge von bis zu 33,5 Metern und einem Gewicht von bis zu 200 Tonnen das größte Tier unter allen bekannten Tierarten der Erdgeschichte. Nicht einmal dir größten Dinosaurier erreichten seine Größe.
Der Pottwal ist das größte räuberisch lebende Tier
Tief-Taucher Pottwale sind die Tauch-Rekord-Halter der Säugetiere. Sie tauchen bis in eine Tiefe von 1000m und können die Luft über zwei Stunden lang anhalten. Nur ein Lungen-Atmer taucht noch tiefer als der Pottwal: Die Lederschildkröte schafft 1200m.
Alter Wale können ungewöhnlich alt werden. Manche Arten, wie etwa der Grönlandwal, können ein Alter von über 200 Jahren erreichen. Das Alter des ältesten bekannt gewordenen Exemplars konnte auf 211 Jahre bestimmt werden.
Intelligenz Wale und insbesondere die Delfine sind die intelligentesten Bewohner der Meere. Sie haben ein hochentwickelten Sozialverhalten entwickelt. Etwa helfen Wale einander, wenn ein Tier krank ist, etwa zum Luft holen. Auch sind es "Tanten" eines frisch geborenen Kalbes, die das Jungtier an die Wasseroberfläche begleiten, damit es seinen ersten Atemzug machen kann. Über die bekannten Walgesänge (früher vermutete man betörende Meeresjungfrauen hinter den Gesängen) verständigen sich Wale über große Distanzen. Delfine besitzen ein großes Repertoire an verschiedenen Schnalz und Klick-Geräuschen und nennen sich gegenseitig beim Namen. Außer Schimpansen und dem Menschen sind Delfine auch die einzigen Lebewesen, die ihr eigeses Ich im Spiegel erkennen.

Wie schlafen Wale?

Wale schlafen, indem sie immer eine Gehirnhälfte einschlafen lassen und mit der anderen wach bleiben. Dadurch wird die Atmung aufrechterhalten. Außerdem bleibt ein Auge beim Schlafen stets geöffnet, so dass Umgebung und mögliche Angreifer wahrgenommen werden können.Manche Wale liegen beim Schlafen horizontal im Wasser und andere vertikal.