
Den Erzählungen nach sind Josef und Maria auf einem Esel nach Jerusalem geritten, um sich dort für eine Volkszählung in eine Liste eintragen zu lassen. Sie ritten auf einem Esel und hatten sicherlich eine weit beschwerlichere Reise als wir, wenn wir uns im Urlaub ins Auto, in die Bahn oder ins Flugzeug setzen. Maria, die bekanntlich schwanger war, mußte viele Stunden und hunterte Kilometer auf staubiigen Straßen auf einem Esel reiten.
Auf ihrem Weg trafen sie sicher viele Tiere und auch im Stall werden neben Ochs und Esel wohl auch noch ein paar Tiere gewesen sein. Vielleicht waren es Flöhe, die den struppigen Hütehund plagten oder gar eine stark giftige Violine Spinne, die im Dunklen des Stalls Schutz und Zuflucht suchte.
Vielleicht jagte der kleine Wüstenfuchs hinter einer Maus her oder die eleganten Gazellen mußten sich hinter dem Stall mit dem trockenen Gras des kargen Bodens vergnügen.
Wie auch immer, ich stelle Euch ein paar Tiere vor, die vielleicht vor 2000 Jahren im- oder in der Nähe des Stalls waren. Einige dieser Tiere kennt Ihr bestimmt, andere wahrscheinlich noch nicht.
Drücke nun einfach auf die blaue Schrift oder in die Bilder, dann erfährst Du mehr!
Tiere an der Krippe![]() |
Der Hausesel ist ein weltweit verbreitetes Haustier und stammt vom Afrikanische Esel ab.
Da sie aus trockenen Gegenden kommen, sind ihre Hufe auf steinige, trockene Böden angepaßt. Esel sind genügsame Tiere,
berühmt sind sie für ihre Vorliebe für Distel, die von den meisten anderen Tieren verschmäht werden. Esel werden seit etwa
6000 Jahren als Haustier gehlten. Besonders in alten Zeiten dienten sie als Lasttiere und teilweise auch als Zugtiere.
Auf schmalen und steinigen WWegen konnten
sie Säcke und sogar ihren Besitzer ans Ziel bringen. Esel waren in jener Zeit, von der die biblischen Erzählungen handeln, beliebte Haustiere. Und auch die hochschwandere Maria ritt auf einem Esel von Jerusalem nach Bthlehem.< Esel werdn in der Regel älter als Pferde. SIe lassen sich mit Pferden kreuzen. Junge von Pferden und Esel nennt man Maulesel, wenn die Mutter eine Eselstute ist und Maultier, wenn die Mutter eine Pferdestute ist. Maulesel und maultier können selbst keine Jungen bekommen. |
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Stiere haben mehr Kraft als Kühe. Wären sie weniger aggressiv, wären sie also hervoragende Zugtiere.
In dem man junge Stiere kastrierte, war es möglich, die große Arbeitskraft des Stiers für menschliche Zwecke zu nutzen.
Im Gegensatz zum unkastrierten männlichen Rind, dem Stier, ist der Ochse gutmütig und lässt sich in der Landwirtschaft
als Zug- und Arbeitstier einsetzen. Der Ochse ist das älteste Zugtier. Der Ochse im Stall war vermutlich ein Buckelrind (Zebus). Buckelrinder sind wesentlich krankheitsresistenter und besser an heißes Klima angepasst, als europäische Hausrindrassen. In Afrika sind viele Hausrindrassen aus Kreuzungen zwischen Zebus und europäischen Rindern entstanden. Ursprüngliche Zeburassen geben nur wenig Milch und wachsen langsamer heran als europäische Rinder. |
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Die Schafe gehören zur Unterfamilie der Ziegenartigen. Sie umfassen fünf Arten, darunter das Wildschaf,
aus dem das Hausschaf hervorgegangen ist. Wilde Schafe kommen heute im westlichen, mittleren und nordöstlichen Asien sowie im westlichen Nordamerika vor. Im südöstlichen Europa sind wilde Schafe vor rund 3000 Jahren ausgestorben, ob die Mufflon-Populationen auf einigen Mittelmeer-Inseln echte Wildschafe oder verwilderte urtümliche Hausschafe sind, ist umstritten. Die meisten Schafe sind Gebirgsbewohner, es gibt aber auch Tiere, die in Wüsten leben, etwa Populationen der Dickhornschafe. Schafe sind vorwiegend tagaktiv, manchmal ruhen sie aber während der heißesten Tagesstunden und begeben sich auch nachts auf Nahrungssuche. Die Weibchen bilden gemeinsam mit den Jungtieren kleine Gruppen, die sich manchmal zu größeren Verbänden zusammenschließen. Die Männchen leben die meiste Zeit des Jahres von den Weibchen getrennt, entweder einzelgängerisch oder in Männchengruppen. Dabei bilden sie – häufig aufgrund der Horngröße oder durch Kämpfe – eine strenge Rangordnung. Schafe sind Pflanzenfresser, die sich vorwiegend von Gräsern ernähren. Hausschafe zählen zu den ältesten Haustieren überhaupt, sie wurden vor etwa 9000 bis 11000 Jahren gezähmt. Wildlebenden Arten sind gefährdet. Obwohl Schafe und Ziegen verschiedene Gattungen sind, können sie gemeinsame Junge hervorbringen. Diese "schazi" genannten Tiere (von Schaf-Ziehe) können aber selbst keine Jungen kekommen- ähnlich wie Maulesel oder Maultier. |
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Die Hausziege ist nach dem Hund und zusammen mit dem Schaf das erste wirtschaftlich genutzte Haustier.
Hausziegen gehören zur Gattung der Ziegen und gemeinsam mit den Schafen zur Unterfamilie der Ziegenartigen. Die Hausziege stammt von der Bezoarziege ab. Ihre Zähmung begann vor ca. 12000 Jahren im Gebiet des heutigen Irak. Ziegen liefern Fleisch, Leder, Milch (mehr als Schafe) und mitunter auch Wolle. Sie fressen, wenn alle Pflanzenarten vorkommen, am liebsten Blätter von Bäumen, aber auch Kräuter und Gras. Ziegen sind sehr genügsam und werden auch als die "Kuh des kleinen Mannes" bezeichnet, da sie einfacher zu ernähren und zu halten sind, wenn man über wenig Platz und Futter verfügt, als Rinder. Sie wurden und werden in bergigen Landschaften gehalten und können aufgrund ihrer Kletterfähigkeiten auch dort gehalten werden, wo die Haltung von Rindern nicht mehr möglich ist. Werden zuviele Ziegen in einem begrenzten Gebiet gehalten, etwa verwilderte Ziegen auf einer Insel, so können sie den Bewuchs ganzer Landschaften zerstören und so zur Wüstenbildung beitragen, da sie fast alle Pflanzen abfressen. Die Hirten aus der biblischen Weihnachtsgeschichte können durchaus neben den Schafen auch Ziegen mit sich geführt haben. |
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Der Haushund ist ein Heim- und Nutztier,der vom Wolf abstammt.
Hunde wurden vor über 15.000 Jahren gezähmt. Manche Wissenschaftler glauben gar, daß erbereits vor 100000 Jahren
gezähmt wurde. Hunde haben ein ausgezeichnetes Gehör und eine feine Nase. Ihre Nase ist so sensibel, dass Suchhunde
etwa bei Erdbeeben verschüttete Menschen erriechen können und so schon viele Menschenleben retten konnten. Die Hirtrn, die in der Nähe des Stalls auf der Weide waren hatten wahrscheinlich auch Hütehunde mit sich. Hüte- oder Hirtenhunde helfen seit alten Zeiten den Hirten bei der Bewachung und vor allem beim Zusammenhalten der Viehherde. Zum Vieh-Hüten wird der natürliche, auf den Wolf zurückgehende Trieb, das Rudel zusammenzuhalten, ausgenutzt. Gerade in Gegenden, wo sich auch Raubtiere rumtreiben ist es wichtig, die Herde zusammenzuhalten. Ein vereinzeltes Schaf oder gar Jungtier kann leicht Opfer eines Wolfes oder auch Greifvogels werden. |



Tiere rund um den Stall![]() |
Das Dromedar gehört zur Familie der Kamele. Es ist als Last- und Reittier in weiten Teilen Asiens und Afrikas verbreitet,
in seiner Wildform jedoch ausgestorben.
Dromedare sind an ihrem einzelnen Höcker leicht vom Trampeltier, dem zweihöckrigen Kamel, unterscheidbar.
Sie erreichen eine Länge von 2,3 bis 3,4 Metern, eine Schulterhöhe von 1,8 bis 2,3 Metern und ein Gewicht von 300 bis 700
Kilogramm.
Das Fell ist meist sandfarben, kann aber auch weiß bis extrem dunkelbraun sein.
Die Füße haben wie bei allen Kamelen zwei Zehen, die anstatt mit Hufen mit dickhäutign Polstern versehen sind.
Der Magen setzt sich wie bei allen Kamelen aus mehreren Kammern zusammen, was das Verdauen der
Pflanzennahrung erleichtert.
Dromedare haben die Fähigkeit, lange ohne Wasser auszukommen, da sie viel Wasser im Körper speichern können.
Der Rückenhöcker enthält Fettvorräte, die das Tier verbrennen kann, um Energie und Flüssigkeit zu gewinnen. Die oft verbreitete meinung,
in den Höckern der Kamele sei Wasser gespeichert, ist ein Irrtum!
Jedoch legt das Tier bedarfsweise in seinem Magen einen Wasservorrat an.
Die Nieren des Wüstentieres arbeiten sehr wassersparend,indem sie den Urin stark konzentrieren.
Auch dem Kot wird vor der Ausscheidung die meiste Flüssigkeit entzogen und ist bei allen Wüstentieren extrem trocken.
Das Dromedar ist in ganz Nordafrika und in Teilen Asiens als Haustier verbreitet. In den größten Teilen Asiens findet man aber häufiger das Trampeltier als Haustier. Dromedare sind tagaktiv. Freilebende Exemplare leben in Gruppen, die sich aus einem Männchen, mehreren Weibchen und dem dazugehörenden Nachwuchs zusammensetzen. Heranwachsende Männchen schließen sich oft zu Junggesellengruppen zusammen. Dromedare Pflanzenfresser, die alle Arten von Pflanzen zu sich nehmen können – sogar dornige und salzige, sie können bis zu 60 Jahre alt werden. |
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Fennek, der Wüstenfuchs, ist der kleinste aller Wildhunde. Mit seinen knapp40 cm Länge,einer Schulterhöhe um
die 20 cm und einem Gewicht von etwa 1,5kg ist er ja wirklich ein Zwerg. Groß sind nur die Ohren des Wüstenfuchses,sie sind
15 cm lang. Die großen Ohren verleihen dem Wüstenfuchs nicht nur ein gutes Gehör, sie dienen auch der Wärmeregulation.
Vergleiche die Ohren beider Füchse in der untenstehenden Abbildung: Der Wüstenfuchs (links)hat viel riesigere ohren als der
Polarfuch, der darauf achte muß,
in der klirrenden Kälte keine Wärme zu verlieren.
Der Fennek lebt in der Wüste.Er kommt in der Sahara und den angrenzenden Gebieten sowie in Teilen Arabiens und der Sinai-Halbinsel vor. und in der Halbwüste. Wüstenfüchse gehen nur in den kühlen Nachtstunden auf Nahrungssuche. Sie leben in Gruppen von 5 bis 10 Tieren in einem unterirdischen Bau. Bei Gefahr können sie sich spontan in den losen Wüstensand eingraben. Der Fennek frisst Mäuse, Eidechsen und Heuschrecken, selten Vögel. In Gefangenschaft frisst er auch Obst und Beeren. Der Fennek kommt mit dem in der Nahrung enthaltenen Wasser aus. |
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In der näheren Umgebung des Stalls konnte man vermutlich auf eineEdmi-Gazelle und eine Dorkasgazelle stoßen. Die Dorkasgazelle gehört zu den kleinsten Gazellenarten. Sie erreichen ein Gewicht von 15- 16 kg, bei einer Schulterhöhe von 55 - 65 cm. Die Dorkasgazelle ist sehr schlank, hat lange Beine, große Augen und ein fein geschwungenes Gehörn, welches bei den Weibchen deutlich kleiner ist als bei den Männchen. Sie ist am Abend und in der frühen Morgendämmerung aktiv und verbringt den Rest der Zeit wiederkäuend im Schatten der Bäume. Ihre Nahrung besteht aus Blättern, Blüten, Knospen und Früchten des Akazienbaumes, der Mimosen- und der Kapernsträucher. Ihren Flüssigkeitsbedarf deckt sie durch den Verzehr von wasserspeichernden Wüstenpflanzen und Morgentau. |
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Die Falbkatze (Afrikanische Wildkatze) ist eine in Afrika, Westasien und auf einigen Mittelmeerinseln beheimatet.
Sie ist der Vorfahre der Hauskatze. Die Falbkatze ähnelt in Aussehen und Form stark den Hauskatzen. Sie ist sandfarben und schlank. Die Länge von Kopf bis Schwanzansatz beträgt etwa 50 cm, die Schwanzlänge 25 cm. Sie wiegt in der Regel etwa 5–6 kg. Falbkatzen leben in ganz Afrika in Halbwüsten und Savannen. Wüsten oder Tropischen Regenwald meidet das Tier. In Europa leben Falbkatzen in Sizilien. Falbkatzen ernähren sich in erster Linie von kleineren Nagetieren, fressen aber auch kleinere Vögel, Amphibien und Reptilien sowie gelegentlich Spinnen und sogar Skorpione. Vermutlich wurde die Falbkatze vor und 6000 Jahren in Palestina oder Mesopotamien gezähmt. |
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In und um den Stall gab es vermutlich auch giftige Tiere. Als Beipiel werd hier die hochgiftige Hornviper angeführt
und auch die ebenfalls hochgiftige Violinenspinne. Diese sind meist braun gefärbt und erreichen eine Größe von 8 bis 15 mm.
Sie sind vor allem nachtaktiv und sehr scheu und beißen nur beim starken körperlichen Kontakt.
Als Schutzraum suchen sie sich dunkle Stellen unter Steinen, in Ritzen oder auch unter Laub.
Die Wüsten-Hornviper hat einen gedrungenen Körper mit einem kurzen,
spitzen Schwanz. Ihre Haut ist sandgelb bis rostbraun mit braunen Flecken. Von den Augen, deren Pupille bei starkem
Lichteinfall zu senkrechten Schlitzen verengt, verläuft eine dunkle Linie zu den Mundwinkeln.
Die Schwanzspitze ist ebenfalls dunkel gefärbt, während die Körperunterseite sehr hell ist. Die Körperlänge beträgt in der
Regel 50 bis 60 cm. Auf dem breiten, dreieckigen Kopf, der deutlich vom Körper abgesetzt ist, sitzen
oberhalb der Augen spitze Schuppendornen, die aber bei manchen Individuen fehlen können.
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© S.Geroldinger 2010