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Wissenswertes über Kühe und Rinder

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besonders robuste Rassen

Alte Rassen gelten als besonders robust und genügsam, sie widerstehen Krankheiten und begnügen sich mit kargen Böden. Dadurch, dass sie langsamer als Hochzucht-Riinder wachsen, hat ihr Fleisch meist eine besondere Güte.

  • Englisches Parkrind
    Dies ist die älteste Hausrindrasse überhaupt – über 2500 Jahre alt. Das Parkrind ist nah verwandt mit dem Auerochsen, dem „Urvater“ aller heutigen Rinder. Heute werden nur noch kleine Herden gehalten, vor allem in Großbritannien.
  • Hinterwäldler
    Das zierliche Rind ist die kleinste Rinderrasse in Mitteleuropa, und es eignet sich gut zur Beweidung von Wiesen am Hang. Im Schwarzwald in Deutschlandwird es gern zur Landschaftspflege eingesetzt.
  • Galloway-Rind
    stammt aus Südwest-Schottland und ist eine für die ganzjährige Freilandhaltung geeignete klein- bis mittelrahmige hornlose Robust-Rasse.Ein wesentliches Merkmal der Galloways ist ihr doppelschichtiges Fell mit langem, gewelltem Deckhaar und feinem, dichten Unterhaar. Dies und ihre vergleichsweise dicke Haut sowie der angepasste sparsame Stoffwechsel machen die Galloways besonders widerstandsfähig. Deshalb können sie ohne Probleme auch harte Winter im Freien überstehen.
  • Angus Rinderamberdeen angus
  • Angus-Rinder sind eine natürlich genetisch hornlose Rasse. Weil sie perfekt in die pannonische, feuchte Graslandschaft passen grast dort eine ca. 300 Mutterkühe umfassende Herde unter der Aufsicht eines Hirten. Genügsam und friedvoll sind herausstechende Eigenschaften dieser Tiere. <
  • Das Schottische Hochlandrind ist eine alte Rasse des Hausrindes. Es stammt - wie der Name sagt - aus Schottland und gilt als gutmütig, robust und langlebig. Die Tiere eignen sich für die Freilandhaltung das ganze Jahr über, brauchen auch kaum Betreuung beim Kalben

Warum tragen Stiere und auch manche Kühe einen Nasenring?

Stiere und Kühe tragen den Nasenring aus unterschiedlichen Gründen. Während der Stier den Nasenring trägt, um führbarer zu werden, der Ring sitzt an einer besonders empfindlichen und schmerzhaften Stelle des bis über einer Tonne wiegenden Tieres, tragen Kühe auf der Weide einen bestachelten Nasenring, um ihnen ein schlechtes Verhalten abzugewöhnen: Manche Tiere haben nämlich den Tick entwickelt, von anderen Kühen Milch zu trinken. Diese Milch ist bei Weidetieren aber für die Kälber bestimmt.

Wie melkt man Kühe?

Ein Film sagt mehr als tausend Worte, oder?

Sind Stiere gefährlicher als Kühe

Stiere sind oft aggressiver als Kühe. Sie haben viel eines Botenstoffes im Blut, den man Testosteron nennt. Das macht sie für Weibchen attraktiv, für einen Menschen können behörnte 1200 kg aber ganz schön gefährlich werden.

Was muss man auf der Alm beachten?

Kühe sind keine aggressiven oder gefährlichen Tiere. Ein paar Punkte sollte man aber bei einer Almquerung beherzigen:

  • Muttterkühe sind liebevolle Mamas. Um ihren nachwuchs zu schützen können sie schon mal aggressiv werden, wenn sie sich bedroht fühlen.
  • Hunde an die Leine! Rinder sind Flucht-Tiere und Hunde potentielle Jäger. Bei fast allen Unfällen mit Weiderindern waren unangeleinte Hunde im Spiel
  • Mach einen Sicherheitsabstand um die Tiere. Wenn Du frontal auf sie zugehst, könnte sie das irritieren, besonders Tiere in den Bergen mit wenig Kontakt zu Menschen
  • Iß keine Früchte, die Du nicht sicher kennst. Besonders bei Pilzen im Wald sei auf der Hut. Gefährliche Pilze sehen Speisepilzen oft sehr ähnlich!
  • Nimm Rücksicht auf die Natur! Bleib auf den Wegen, reiß nicht unnötig Pflanzen aus und versuche leise zu sein. Du wirsst staunen, wie viele Tiere du mit etwas Geduld beobachten kannst.

Systematik der Kühe

Überordnung: Laurasiatheria

Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)

Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)

Familie: Hornträger (Bovidae)

Unterfamilie: Bovinae

Tribus: Rinder

Im hier verwendeten engeren Sinn umfassen die Rinder vier Gattungen mit insgesamt zwölf Arten.

Gattungen

Gattung Asiatische Büffel (Bubalus)

Gattung Syncerus Gattung Eigentliche Rinder (Bos) Gattung Bisons (Bison)
Arten
  • Wasserbüffel (Bubalus arnee)
  • Tamarau (Bubalus mindorensis)
  • Flachland-Anoa (Bubalus depressicornis)
  • Berg-Anoa (Bubalus quarlesi)
Afrikanischer Büffel (Syncerus caffer)
  • Auerochse (Bos primigenius), mit dem davon abstammendem Hausrind (B. p. taurus) und Zebu (B. p. indicus)
  • Kouprey (Bos sauveli)
  • Banteng (Bos javanicus)
  • Gaur (Bos gaurus)
  • Yak (Bos mutus)
  • Amerikanischer Bison (Bison bison)
  • Wisent (Bison bonasus)

Wieviel Liter Milch trinkt ein Kalb

Ein einwöchiges Kalb trinkt bereits ca. 6 Liter Milch am Tag

Der besondere Kuh-Magen

Eine Kuh hat 4 Mägen. Die benötigt sie, um die ungeheuren Mengen von Gras zu verdauen, die sie frißt:

Pansen

Der erste der insgesamt 4 Mägen eines Rindes, er ist eine mächtige Gärkammer. Er liegt an der linken Seite der Kuh und füllt mit seinem Volumen von 150 bis 180 Liter fast die ganze linke Bauchhöhle aus. Er ist in einen oberen und unteren Pansensack aufgeteilt und kann insgesamt 50 bis 60 Kilogramm Futter aufnehmen. Der Pansen besitzt aber keine Drüsen wie etwa Magen oder Darm – der Wiederkäuer bedient sich anderer Lebewesen, um die schwerverdauliche Pflanzenmasse aufzuschließen. Viele Milliarden von Bakterien und Einzellern (insgesamt etwa 7kg) bevölkern den Pansen und produzieren bei ihrer Tätigkeit Säure.

Netzmagen

liegt neben der Einmündung der Speiseröhre in den Pansen. Er kann sich stark zusammenziehen und fördert dadurch einerseits das angedaute Futter portionsweise zurück ins Maul zum Wiederkäuen und andererseits genügend verkleinertes Futter weiter in den Pansen. Der Netzmagen siebt praktisch die Nahrung und lässt in den Blättermagen nur das durch, was fein genug ist. Bei der Verdauung spielt er nur eine untergeordnete Rolle.

Blättermagen

Der letzte Vormagen. Eine Hauptaufgabe ist die Resorption (aufsaugen, aufnehmen) von Wasser, Nährstoffen und von Natriumbicarbonat (NaHCO3). Aber auch im Blättermagen werden noch Futterpartikel von Kleinlebewesen abgebaut.

Labmagen

Hier laufen die gleichen Vorgänge ab, wie im Magen eines Nichtwiederkäuers (z.B. beim Menschen oder Schwein). Der pH-Wert wird hier in den sauren Bereich (pH-Wert ca. 3,0) abgesenkt. Salzsäure löst die noch vorhandene Struktur der Nahrungsbestandteile. Pepsin nimmt die Resteiweißspaltung vor. Das Eiweiß stammt zum großen Teil von den Bakterien, die durch die Magensäure getötet wurden. Das Lab des Labmagens, insbesondere der Kälber, wird zu Käse-Herstellung verwendet.