• Bruno Bär und das Wolkenschiff

    Es war ein wunderschöner Tag. Die Sonne schien warm vom Himmel herunter und ein angenehmes Lüftchen wehte um Bruno Bärs Nase. Bruno Bär packte seinen Rucksack und spazierte zum nahen Park. Dort schlenderte der Bär herum und ging auch auf den Spielplatz. Nach einer stärkenden Jause wurde Bruno Bär müde und legte sch in eine grüne Wiese. Bruno Bär guckte in den Himmel. Der Himmel war strahlend blau, nur ein paar Wölk-chen zogen ab zu vorbei. „Schön ist das! Der Himmel die Sonne, die Wolken...“ mur-melte Bruno Bär. Aber, was war den das? Plötzlich zog ein großes weißes Dampfschiff am Himmel vorbei. Der Kapitän lächelte Bruno Bär freundlich zu, dann hielt er sein Schiff an und winkte Bruno Bär freundlich zu. Bruno Bär wollte gerne in das schiff einsteigen, aber wie sollte ein so kleiner Bär denn so hoch in den Himmel gelangen? Da ließ der freundliche Schiffskapitän eine lange Strickleiter hinab und Bruno Bär konnte ins Wolkenschiff klettern. Könnt ihr euch vorstellen, wie so ein Wolkenschiff aussieht? Bruno Bärs Wolken-schiff war ganz weiß, aber soll auch graue Wolkenschiffe geben und sogar schwarze Gewitterwolkenschiffe. Nun, Bruno Bärs Wolkenschiff war strahlend weiß- und weich wie Watte. Der freundliche Kapitän hatte freundlich blitzende, strahlend blaue Augen, Haare so weiß wie Schnee und einen weißen Rauschebart, der ihm fast bis zu seinem dicken Bauch reichte. Auf seinem Kopf trug er eine Kapitänsmütze und natürlich trug er eine Kapitänsuniform. „Guten Tag! Ich habe dich schon erwartet, Bruno Bär!“ brummte der freundliche Kapi-tän, „hättest du Lust mit mir eine Runde am Himmel zu drehen?“ oh ja, das wollte der Bär. Der Schiffskapitän ließ den Motor an, dann ruckelte und zuckelte das Wol-kenschiff und setzte sich schließlich in Bewegung. Bruno Bär staunte. Von hier oben sah alles winzig klein aus, die Häuser, die Stras-sen, die Bäume, die Autos und ganz besonders die Menschen. Bruno Bär und der Kapitän schwebten eine ganze Weile am Himmel. Unter ihnen zogen Dörfer, Berge, Flüsse und Wälder vorbei. Sie flogen über Dächer und Kirchturmspitzen und sogar über die höchsten Hochhäuser. Schließlich sagte der Kapitän zu Bruno Bär: „Na, ich denke, es wird Zeit, dass ich dich wieder nach hause bringe mein Kleiner!“ Und so schwebten sie zurück und genau über dem Park, wo Bruno Bär das Wolkenschiff erklomm, ließ der freundliche Kapitän wieder die Strickleiter hinab. Der Bär verabschiedete sich höflich und kletterte vorsichtig hinunter. Unten angekommen blickte Bruno Bär noch mal nach oben. Das Wolkenschiff schien sich aufzulösen und war schließlich verschwunden. Komisch, Bruno Bär rieb sich die Augen. War das alles etwa nur ein Traum?

     

     

    © S.Geroldinger 2010