Saugfallen

Saugfallen findet man nur bei Pflanzen der Gattung Wasserschlauch. Vertreter dieser Gattung teilt man grob in Wasserpflanzen (aquatische Pflanzen)und Landpflanzen (terrstrische Pflanzen)ein. Allen gemeinsam ist die besondere Fangmethode. Die Pflanzen bilden kleine Bläschen, die mit einer Klappe versehen sind. Bei Berührung bewegt sich die Klappe schlagartig nach innen. Durch den dadurch entstehenden Sog werden Kleinsttiere ins Innere der Blase gesaugt. Die Klappe schließt sich wieder, das Tier ist gefangen und wird verdaut.

Meist gelangen nur sehr kleine Tiere, wie die mit freiem Auge kaum wahrnehmbaren Wasserflöhe, in die Falle. Selten erbeuten die Pflanzen auh andere pflanzen, etwa Algen oder größere Tiere wie Stechmückenlarven. Nach dem Verdauen großer Beute kann allerdings die Falle absterben.

Die Gattung Wasserschlauch teilt sich auf 220 Arten auf, die meisten davon sind äußerlich unscheinbar und klein. Sie sind weltweit verbreitet, wobei man ganz besonders viele Arten in Südamerika und Australien findet. Bei uns sind 7 Arten beheimatet. Alle sind Wasserpflanzen und durch die Verschmutzung und den Verlust ihrer Standorte stark gefährdet.

Der Pfeil zeigt auf die Fangblase von
Utricularia minor